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Der Eiffelturm erhebt sich über Pariser Dächer
10. Nov. 2025

Der Eiffelturm: Paris eiserne Dame enthüllt

330 Meter über dem Champ de Mars erhebt sich der Eiffelturm seit über 135 Jahren als Signatur von Paris. Was als umstrittenes, temporäres Exponat für die Weltausstellung 1889 begann, wurde zum bekanntesten Symbol der Stadt – ein Meisterstück der Ingenieurskunst, das zum dauerhaften Sinnbild menschlichen Ehrgeizes und französischer Raffinesse wurde. Heute steigen fast sieben Millionen Besucherinnen und Besucher jährlich in das Eisengitter hinauf, angelockt von Panoramablicken und dem einzigartigen Gefühl, in einem der meistfotografierten Bauwerke der Welt zu stehen.

Von der Skizze zur Skyline

Der Turm verdankt seine Existenz einer Herausforderung: Wie lässt sich das hundertjährige Jubiläum der Französischen Revolution mit etwas Unvergesslichem markieren? Ingenieur Gustave Eiffel und sein Team antworteten mit einem kühnen wie präzisen Entwurf – einem filigranen Eisenbau, der höher aufragen sollte als jedes bestehende Bauwerk. Der Bau begann im Januar 1887, und nach nur 26 Monaten stand die höchste von Menschenhand errichtete Struktur vollendet.

Die Ingenieurskunst war revolutionär. Mehr als 18.000 Eisenbauteile, zusammengehalten von 2,5 Millionen Nieten, formten ein Gefüge, das zugleich leicht und extrem belastbar war. Das Design minimierte den Windwiderstand und maximierte die statische Stabilität – ein Wunder, das frühe Kritiker verstummen ließ, die das Projekt als monströse Bausünde verschrien hatten. Als der Turm am 31. März 1889 eröffnet wurde, war aus Skepsis Bewunderung geworden.

Wichtige Daten:

  • 28. Januar 1887 – Baubeginn
  • 31. März 1889 – Offizielle Einweihung
  • 15. Mai 1889 – Eröffnung zur Exposition Universelle
  • 1930 – Titel „höchstes Bauwerk“ geht an das Chrysler Building

Die Zahlen hinter der Ikone

Wer den Eiffelturm verstehen will, muss seine physische Kühnheit würdigen. Mit Spitze misst er 330 Meter und hielt damit 41 Jahre lang den Titel des höchsten Bauwerks der Welt. Das eiserne Gerüst wiegt rund 10.100 Tonnen, übt aber auf den Boden nur so viel Druck aus wie eine Person auf einem Stuhl – ein Beweis für die Eleganz seiner Konstruktion.

Drei Ebenen heißen Gäste willkommen: die erste auf 57 Metern, die zweite auf 115 Metern und die Spitze auf 276 Metern. Jede bietet eine eigene Perspektive. Die zweite Etage gilt oft als ideal – hoch genug für weite Panoramen, nah genug, um Wahrzeichen wie den Arc de Triomphe, Sacré-Cœur oder die eleganten Bögen der Seine klar zu erkennen. Die Spitze dagegen vermittelt das seltene Gefühl, über einer der großartigsten Städte Europas zu schweben.

Blick von der zweiten Ebene des Eiffelturms

Ein lebendiges Monument

Der Eiffelturm war nie als dauerhaft gedacht. Mit einer Genehmigung für 20 Jahre errichtet, überstand er den Abriss dank seiner Nützlichkeit – zunächst als Radiotelegrafenstation, später als Sendemast. Diese funktionale Weiterentwicklung hielt den Turm relevant und verwandelte ihn vom temporären Spektakel in ein unverzichtbares Wahrzeichen.

Im Laufe der Jahrzehnte sammelte der Turm unzählige denkwürdige Momente. Waghalsige kletterten hinauf, 1948 bewältigten ihn sogar Elefanten, und eine Frau „heiratete“ ihn, indem sie ihren Nachnamen in Eiffel änderte. In beiden Weltkriegen diente er strategischen Zwecken; 1940 kappte Frankreich die Aufzugskabel, damit die Nazis keine Hakenkreuzflagge auf der Spitze hissen konnten. Neuere Renovierungen modernisieren die Infrastruktur, ohne den historischen Charakter zu verlieren – neue Glasböden auf der ersten Ebene, verbesserte Beleuchtung und Aufzüge, die Technologie mit dem Stil der Epoche verbinden.

„Ich sollte eifersüchtig auf den Turm sein. Sie ist berühmter als ich.“ – Gustave Eiffel

So erleben Sie den Turm

Einen Besuch des Eiffelturms abzuhaken greift zu kurz – entscheidend ist, wie Sie ihm begegnen möchten. Die Treppen zu erklimmen schafft eine unmittelbare, körperliche Verbindung zur Struktur: Sie spüren das Eisengitter um sich, sehen die Stadt mit jeder Stufe wachsen und erarbeiten sich den Ausblick. Der Aufzug hingegen bringt Sie mühelos nach oben und lässt Raum, sich ganz auf Höhe und Panorama zu konzentrieren.

Das Timing zählt. Frühmorgens genießen Sie weiches Licht und dünnere Besuchermengen. Abendliche Aufstiege schenken Ihnen die „Stadt des Lichts“ in voller Leuchtkraft – das goldene Beleuchtungssystem des Turms funkelt fünf Minuten lang zu jeder vollen Stunde nach Einbruch der Dunkelheit, ein Moment, der jedes Mal verzaubert.

Geführte Erlebnisse verleihen dem Ganzen erzählerische Tiefe. Mit einer kenntnisreichen lokalen Reiseleitung wird der Turm mehr als ein Aussichtspunkt – er wird zur Linse, durch die Sie Pariser Geschichte, Architektur und Kultur begreifen.

Reiseroute für Besucher

Wer sich dem Eiffelturm durch die Gärten des Trocadéro nähert, erhält die klassische Frontansicht, eingerahmt von Fontänen und offenem Himmel. Kommen Sie früh, um zuzusehen, wie die Stadt erwacht, und überqueren Sie anschließend die Pont d'Iéna zum Fuß des Turms. Erst wenn Sie unter ihm stehen und den Kopf in den Eisenhimmel heben, offenbart sich seine wahre Dimension.

Nach dem Aufstieg lädt der Champ de Mars zu einem gemächlichen Spaziergang ein – ideal, um das Erlebte nachklingen zu lassen. In der Nähe bieten Trocadéro und Invalidendom weitere Entdeckungen, während die Uferwege entlang der Seine den Platz des Turms im größeren Gefüge der Stadt spürbar machen.

Wenn der Turm Teil einer größeren Paris-Route ist, kombinieren Sie ihn mit kontrastreichen Momenten: intime Montmartre-Gassen nach monumentalen Ausblicken oder ein Museumsbesuch, der Sie wieder auf Augenhöhe mit der Stadt bringt. Der Turm dient zugleich als Anker und als Sprungbrett – ein geografisches und symbolisches Zentrum für Ihre Stadterkundung.

So erleben Sie die Attraktion mit unseren Touren

One Journey bietet drei unterschiedliche Wege, dem Eiffelturm zu begegnen – abgestimmt darauf, wie Sie am liebsten reisen.

Eiffelturm zu Fuß mit Summit Concierge richtet sich an alle, die die Struktur fühlen wollen, statt sie nur zu betrachten. Ihre Reiseleitung führt Sie die Treppen bis zur zweiten Ebene hinauf und teilt Geschichten über technische Triumphe und kulturelle Debatten, während sich die Stadt um Sie herum ausbreitet. Wenn verfügbar, ermöglicht der Summit Concierge den Zugang zur Spitze – ohne Aufpreis, aber mit spürbarer Aufmerksamkeit.

Eiffelturm per Aufzug steht für Eleganz und Leichtigkeit. Sie gleiten komfortabel nach oben, während Ihre Expertin oder Ihr Experte historische Kontexte liefert und Wahrzeichen von oben zeigt. Dieses Erlebnis eignet sich für Reisende, die Tiefe ohne körperliche Anstrengung bevorzugen – ideal für Familien, Menschen mit Mobilitätsbedürfnissen oder alle, die ihre Energie für andere Abenteuer sparen möchten.

Für ein umfassendes Paris-Eintauchen kombiniert die Eiffelturm, Metro und Montmartre Tour den Turm mit Verkehrs-Know-how und Viertelerkundung. Sie fahren per Aufzug zur zweiten Ebene, lernen das Pariser Métro-Netz wie Einheimische zu navigieren und entdecken anschließend Montmartres künstlerische Seele – alles an einem sorgfältig getakteten Tag. Perfekt für Erstbesucherinnen und -besucher oder alle, die mehrere Facetten der Stadt mit fachkundiger Begleitung erleben möchten.

Lohnt sich der Besuch?

Kurz gesagt: absolut. Der Eiffelturm ist aus gutem Grund ikonisch – er hält, was er verspricht. Die Aussichten sind wirklich spektakulär, die Ingenieurskunst beeindruckt bis heute und das Gefühl, in einem solchen Symbol zu stehen, lässt sich auf Fotos nie vollständig festhalten. Ob Sie zum ersten Mal hier sind oder nach Jahren zurückkehren: Der Turm belohnt Ihre Zeit und Ihre Aufmerksamkeit.

Fragen von Reisenden

Wie viel Zeit sollte ich für einen Eiffelturm-Besuch einplanen?

Rechnen Sie mit mindestens 2–3 Stunden. So bleibt genügend Zeit für Sicherheitskontrolle, Aufstieg, mehrere Ebenen und einen entspannten Genuss der Aussicht. Geführte Touren verschlanken die Logistik und bereichern das Erlebnis.

Was unterscheidet die zweite Ebene von der Spitze?

Die zweite Etage (115 Meter) bietet optimale Sicht: hoch genug für Panoramen, nah genug, um Details wie den Arc de Triomphe zu erkennen. Die Spitze (276 Meter) liefert maximale Höhe und Prestige, doch feine Details verschwimmen. Für viele ist die zweite Ebene der ideale Sweet Spot.

Sollte ich die Treppen steigen oder den Aufzug nehmen?

Treppensteigen schafft eine intensivere, körperliche Verbindung zur Architektur und bedeutet meist kürzere Warteschlangen. Der Aufzug punktet mit Tempo und Komfort. Beides lohnt sich – entscheiden Sie nach Fitnesslevel und persönlicher Art, Architektur zu erleben.

Wann ist die beste Besuchszeit?

Früh morgens kurz nach Öffnung und spät abends treffen Sie auf weniger Andrang und dramatisches Licht. Der Sonnenuntergang vereint Tages- und Nachtperspektive in einem Aufstieg, ist jedoch stark nachgefragt.

Muss ich im Voraus buchen?

Unbedingt. Tageskarten sind oft ausverkauft, vor allem in der Hochsaison. Vorausbuchung – oder eine geführte Tour mit inkludiertem Eintritt – stellt sicher, dass Sie dieses essentielle Paris-Erlebnis nicht verpassen.

Für persönliche Beratung, reibungslosen Zugang und Insider-Perspektiven rund um den Eiffelturm und das große Paris schreiben Sie unserem Tour-Concierge unter support@onejourneytours.com.

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