Weihnachten in Paris: Eine Saison des Lichts, der Magie und der Tradition
Paris verwandelt sich im Dezember in etwas, das seine gewohnte Eleganz noch übertrifft – eine Stadt, in der jahrhundertealte Traditionen auf zeitgenössische Festfreude treffen, Boulevards in tausend Lichtern funkeln und der Duft von vin chaud und gerösteten Maronen durch die klare Winterluft zieht. Die Stadt der Lichter macht ihrem Namen gerade in der Feiertagssaison alle Ehre, wenn Illuminationen die Champs-Élysées herabkaskadieren, Weihnachtsmärkte historische Plätze füllen und Schaufenster der Kaufhäuser zu kleinen Theatern werden. Das ist nicht der sommerliche Hochbetrieb mit übervollen Terrassen und Denkmälern, sondern ein Paris für alle, die Stimmung über bloßes Sightseeing stellen – Paare, die Hand in Hand an leuchtenden Boutiquen vorbeischlendern, Familien, die sich an Marktständen mit heißer Schokolade wärmen, und Alleinreisende, die den Zauber dieser Jahreszeit ganz bewusst auskosten. Die Erfahrung verbindet Pariser Raffinesse mit universeller Feiertagswärme: Designerhäuser in Licht gehüllt, Kirchen mit Kerzenkonzerten und Märkte, die seit Jahrhunderten handgefertigte Geschenke und regionale Spezialitäten anbieten. Weihnachten in Paris belohnt jene, die sowohl das große Bühnenbild als auch die intimen Momente suchen und wissen, dass die Magie genauso in stillen Spaziergängen durch erleuchtete Straßen wie in berühmten Sehenswürdigkeiten liegt.
Pariser Weihnachtserbe: Von mittelalterlichen Märkten zu moderner Magie
Die Weihnachtsfeiern in Paris lassen sich bis zu den mittelalterlichen Wintermärkten zurückverfolgen, als Händler sich vor dem Fest der Geburt Christi versammelten, um Kerzen, Zutaten für das Réveillon und religiöse Haushaltsgegenstände zu verkaufen. Diese ersten Märkte boten alles, was Pariser Familien für lange Dezembernächte benötigten, und wurden zu ebenso sehr Treffpunkten für die Gemeinschaft wie zu Handelsplätzen. Über Jahrhunderte – von Revolution über Kaiserreich bis Besatzung – blieb der Kern dieser Tradition bestehen.
Das moderne Verständnis der Pariser Weihnachtsmärkte entstand im späten 19. Jahrhundert unter dem Einfluss elsässischer Bräuche. Die deutsch-französische Region brachte aufwendige, liebevoll gepflegte Rituale nach Paris, und nach dem Ersten Weltkrieg, als das Elsass endgültig zu Frankreich zurückkehrte, verbreiteten sich diese Traditionen auch in der Hauptstadt. Kaufhäuser wie Galeries Lafayette und Printemps, Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet, revolutionierten das Weihnachtsshopping mit inszenierten Fenstern, die Verkaufsflächen in kleine Theater verwandelten. Bis heute zieht die jährliche Enthüllung der Fenster Ende November Schaulustige an.
Die Champs-Élysées erhielten 1913 ihre erste offizielle Beleuchtung, wurden jedoch durch Kriege unterbrochen und erst in den 1980er-Jahren zu dem spektakulären Ereignis, das wir heute kennen. Über 400 Bäume entlang der Allee sind mit Tausenden LEDs umwickelt und bilden einen Lichttunnel, der sich fast zwei Kilometer von der Place de la Concorde bis zum Arc de Triomphe zieht. Die illuminations de Noël werden Ende November feierlich eingeschaltet und bleiben bis Anfang Januar – ein Ritual, das den berühmtesten Boulevard der Stadt in das ikonische Weihnachtsziel von Paris verwandelt.
Weihnachten in Paris: Wichtige Daten und Zeitplan
- Ende November: Zeremonie der Champs-Élysées-Illuminationen und Eröffnung der Weihnachtsmärkte
- 29. November–25. Dezember: Hochsaison für Weihnachtsmärkte und Feiertagstouren
- 6. Dezember: Nikolaustag mit traditionellen Geschenken für Kinder in Teilen Frankreichs
- 24. Dezember: Réveillon de Noël, das große französische Festmahl am Heiligabend
- 25. Dezember: Weihnachtstag, meist ruhig und familienorientiert
- 31. Dezember: Silvesterfeiern auf den Champs-Élysées
- Anfang Januar: Dekorationen und Märkte schließen meist bis 2./3. Januar
Illuminationen: Paris im Kleid aus Licht
Die Illuminationen der Champs-Élysées sind die spektakulärste Weihnachtstradition der Stadt. Jedes Jahr verwandelt sich die Allee in einen leuchtenden Korridor von der Place de la Concorde mit ihrem ägyptischen Obelisken bis zum Arc de Triomphe, dessen klassische Formen sich vor dem Winterhimmel abzeichnen. Das Ergebnis ist weder grell noch übermäßig dezent, sondern elegant, stilvoll und unverkennbar Pariserisch. Tausende LEDs umschlingen die Platanen und bilden schwebende Lichtkuppeln, deren Farben und Muster sich im Laufe des Abends verändern. Ein Spaziergang darunter fühlt sich an wie ein Tunnel aus Sternen, an dessen Ende der Arc de Triomphe als strahlendes Ziel wartet.
Die Avenue Montaigne, jene Luxusstraße, die vom Rond-Point der Champs-Élysées abzweigt, zeigt ihre eigene – intimere, aber genauso eindrucksvolle – Inszenierung. Modehäuser wie Dior, Chanel und Louis Vuitton kleiden ihre Boutiquen in festliche Eleganz, mal mit kunstvollen Fensterinstallationen, mal mit minimalistischen Lichtakzenten, die Architektur betonen. Das Hôtel Plaza Athénée, jenes legendäre Palace-Hotel, das Taylor Swift in „Elizabeth Taylor“ erwähnt, lässt seine Fassade in zurückhaltendem Glamour erstrahlen, während in der blauen Bar maßgeschneiderte Cocktails und Champagner den perfekten Zufluchtsort vor der Winterkälte bieten.
Der Place Vendôme, der achteckige Platz der Juwelierhäuser und des Ritz Paris, zeigt wohl die feinste Weihnachtsdekoration der Stadt. Hier herrscht Zurückhaltung mit makelloser Ausführung: strategisch platzierte funkelnde Bäume, Licht, das die klassizistische Architektur betont, und Schaufenster von Cartier, Van Cleef & Arpels oder Chaumet, die Schmuck mit saisonaler Kunst verbinden. Das ist Paris in Bestform – Reichtum, Geschmack und Tradition in einer Kulisse, die zeitlos wirkt und dennoch genau diesen Moment feiert.
Die Rue Saint-Honoré verbindet den Place Vendôme mit dem Jardin des Tuileries und nimmt gleichermaßen am Fest teil. Hinter den Designerfassaden – die funkelnde Front von Dior ist besonders auffällig – tragen kleinere Geschäfte, Cafés und Pâtisserien zur Stimmung bei. Hier fühlt sich die Feiertagsatmosphäre am stärksten in den Pariser Alltag integriert: Einheimische besorgen Geschenke, treffen sich zum Kaffee und bewegen sich durch ihre Stadt, die sich jedes Jahr aufs Neue verwandelt.
Weihnachtsmärkte: Tradition trifft Lebensfreude
Pariser Weihnachtsmärkte verbinden alpinen Chalet-Charme mit französischer Kulinarik und schaffen Erlebnisse, die sowohl Traditionalistinnen als auch Feinschmecker begeistern. Diese temporären Dörfer aus Holzchalets entstehen von Ende November bis Anfang Januar in der gesamten Stadt. Sie bieten handgefertigte Geschenke, regionale Spezialitäten, wärmende Getränke und jene besondere Atmosphäre gemeinsamer Feier, die kulturelle Grenzen überwindet. Die besten Märkte finden eine Balance aus Handel und echter Festlichkeit, sodass man länger bleibt als nur für einen schnellen Einkauf.
Der Markt auf den Champs-Élysées mag Puristen zu kommerziell erscheinen, bleibt aber wegen seiner Größe und Lage beliebt. Über 200 Chalets säumen die Allee vom Rond-Point bis zur Place de la Concorde und verkaufen alles von Käse bis Baumschmuck, ergänzt um Fahrgeschäfte für Kinder. Der Fokus liegt hier auf Zugänglichkeit und Vielfalt statt auf reiner Handwerkskunst, doch die Szenerie unter den berühmten Lichtern mit dem Arc de Triomphe am Horizont ist unschlagbar. Besuchen Sie den Markt am besten an Wochennachmittagen, um Spitzenzeiten zu meiden, und konzentrieren Sie sich auf kulinarische Highlights: heißer vin chaud mit Zimt und Orange, Tartiflette, geröstete Kastanien und unzählige Wurstsorten aus ganz Frankreich.
Der Jardin des Tuileries verwandelt sich jeden Winter in eine Mischung aus Weihnachtsmarkt und Winterkirmes, inklusive Grande Roue, dem Riesenrad mit Panoramablick über das Zentrum. Dieser Markt wirkt familienfreundlicher: Fahrgeschäfte, Spielstände und Foodtrucks widmen sich allem, was Kinder lieben – Churros, Crêpes, heiße Schokolade mit Sahne. Die Kulisse ist grandios: die von André Le Nôtre gestalteten Gärten rahmen das Geschehen ein, die klassischen Fassaden des Louvre bilden den Hintergrund und der Eiffelturm erhebt sich in der Ferne. Am schönsten ist es in der blauen Stunde, wenn Fahrgeschäfte und Louvre gleichzeitig zu leuchten beginnen.
Wer Intimität sucht, steuert kleinere Viertelmärkte an. Der Markt am Square René Viviani hinter Notre-Dame bietet mit Blick auf die Restaurierungsarbeiten eine charmante, kompakte Bühne. Hier zählt Qualität statt Quantität: sorgfältig kuratierte Kunsthandwerker, Verkostungen regionaler Produkte und das Gefühl, etwas Abseits der touristischen Pflichtliste entdeckt zu haben. Das umliegende Quartier Latin mit seinen mittelalterlichen Gassen, Buchhandlungen und Cafés verstärkt den authentischen Pariser Flair. Die Nähe zu Notre-Dame verleiht dem Markt zudem eine emotionale Note – die laufende Restaurierung symbolisiert Resilienz und den Willen, Kulturerbe selbst in Feierstimmung zu bewahren.
„Weihnachten in Paris lebt weniger von großen Gesten als von atmosphärischen Momenten: aufsteigender Dampf aus einer Tasse vin chaud, Lichter, die sich auf nassen Kopfsteinen spiegeln, Chöre, deren Stimmen durch überdachte Passagen hallen, und die besondere Wärme, die einen beim Eintreten in ein Café aus der Dezemberkälte empfängt.“
Mehr als Märkte: Kaufhäuser, Kirchen und saisonale Genüsse
Die großen Kaufhäuser sind eine weitere unverzichtbare Pariser Weihnachtstradition. Galeries Lafayette und Printemps liefern sich Jahr für Jahr einen freundlichen Wettstreit um die beeindruckendsten Schaufenster. Es handelt sich nicht um bloße Dekoration, sondern um kleine Kunstwerke: animierte Szenen erzählen Geschichten und zeigen Miniatur-Bühnenbilder, Kostümarbeit und Mechanik. Galeries Lafayette enthüllt die Fenster meist Anfang November, woraufhin sich Besucherinnen entlang des Boulevard Haussmann anstellen. Das Innere ist ebenso spektakulär – ein Belle-Époque-Atrium unter einer Buntglaskuppel, in deren Zentrum ein mehrstöckiger Weihnachtsbaum steht, der jedes Jahr ein neues Thema trägt. Der Eintritt ist kostenlos; die ruhigsten Zeiten sind früher Morgen oder später Nachmittag.
Printemps auf der anderen Straßenseite bietet eine ebenso faszinierende Kulisse mit eigener Designhandschrift. Die Terrasse im siebten Stock eröffnet Panoramablicke auf Eiffelturm, Sacré-Cœur und Opéra Garnier – eine lohnende Belohnung nach Treppe oder Aufzug. Beide Häuser werden im Dezember zu Reisezielen an sich, in denen ernsthaftes Shopping auf theatrale Unterhaltung trifft. Selbst wenn Sie nichts kaufen, vermitteln die Inszenierungen ein Gefühl für französische Luxus-Handwerkskunst und den Dialog zwischen Handel und Kunst.
Die Kirchen von Paris bieten dagegen einen kontemplativen Gegenpol mit Konzerten, Mitternachtsmessen und stiller Schönheit. Die Sainte-Chapelle, das gotische Schmuckkästchen auf der Île de la Cité, veranstaltet den ganzen Dezember hindurch Kerzenlichtkonzerte – Vivaldis Vier Jahreszeiten, Bach-Kantaten oder französische Barockmusik in einer unvergleichlichen Kulisse. Saint-Sulpice auf der Rive Gauche, bekannt aus The Da Vinci Code, lädt zu Orgelkonzerten auf einem der besten Instrumente des Landes. Notre-Dame bleibt für Gottesdienste geschlossen, doch auf dem Vorplatz dokumentieren Ausstellungen den Fortschritt der Restaurierung – ein anderes, aber berührendes Pilgerziel.
Kulinarisch führt kein Weg an der bûche de Noël vorbei – der Biskuitrolle, die jede Pariser pâtisserie im Dezember anbietet. Die mit Creme oder Mousse gefüllten und wie Baumrinde dekorierten Kuchen reichen von klassisch bis avantgardistisch; Spitzenpatissiers schaffen regelrechte Architekturwerke. Pierre Hermé, Ladurée und Angelina gehören zu den Adressen, deren Kreationen Sie probieren sollten. Die Tradition geht auf mittelalterliche Familien zurück, die an Weihnachten echte Holzscheite verbrannten; im 19. Jahrhundert entstand die süße Variante – ein Paradebeispiel dafür, wie Frankreich rustikale Bräuche in feine Gastronomie verwandelt.
So planen Sie Ihre weihnachtliche Paris-Route
Ein besonnener Weihnachtsbesuch in Paris balanciert Ikonen mit persönlichen Entdeckungen und lässt Raum für spontane Momente. Beginnen Sie den Tag eher spät – die Stadt erwacht im Dezember ohnehin erst gegen 9:00 oder 10:00 Uhr. Starten Sie mit den Schaufenstern der Galeries Lafayette und kommen Sie gegen 10:30 Uhr, wenn der Andrang moderat ist. Nehmen Sie sich Zeit für die Inszenierungen, steigen Sie zur Terrasse auf und bewundern Sie die Kuppel samt Weihnachtsbaum. Anschließend geht es über den Boulevard Haussmann zu Printemps für weitere Fenster und Rooftop-Ausblicke; so ist der Kaufhausbesuch bis zum frühen Nachmittag erledigt.
Von Printemps laufen oder fahren Sie mit der Métro (Linie 1, Station Tuileries oder Concorde) zum Weihnachtsmarkt im Jardin des Tuileries. Kommen Sie gegen 14:30 Uhr, um den Markt bei Tageslicht zu erleben, bevor Abendmengen eintreffen. Probieren Sie Crêpes, heiße Schokolade und regionale Käsesorten und überlegen Sie eine Fahrt mit der Grande Roue für den Blick über die Stadt. Wenn es gegen 17:00 Uhr dämmert, geht es weiter zu den Champs-Élysées – zu Fuß über die Place de la Concorde oder mit der Métro bis Champs-Élysées–Clemenceau. Während der blauen Stunde leuchten die Illuminationen am schönsten. Schlendern Sie die Allee entlang, halten Sie an den Chalets, die Sie interessieren, und lassen Sie den Arc de Triomphe als Ziel vor sich auftauchen.
Der zweite Tag darf intimer sein – ideal rund um das Quartier Latin und Notre-Dame. Starten Sie in Saint-Germain-des-Prés, stöbern Sie durch Antiquitätenläden, Buchhandlungen und Cafés. Wechseln Sie auf die Île de la Cité, um Notre-Dame und die Restaurationsausstellungen zu sehen. Mit Tickets geht es nachmittags in ein Konzert der Sainte-Chapelle, deren Buntglas selbst graue Dezembertage verzaubert. Von dort ist es nur ein kurzer Spaziergang zum Weihnachtsmarkt am Square René Viviani, dessen kleine Dimensionen und authentische Stimmung einen Gegenpol zu größeren Märkten bilden. Das Quartier Latin bietet unzählige Dinneroptionen – von traditionellen Bistros über moderne Restaurants bis zu legeren Weinbars – und eignet sich perfekt für den Abend.
Reservieren Sie einen Abend für Konzert, Ballett oder Oper. Das Palais Garnier bietet Aufführungen und Selbstführungen; sein Treppenhaus und der Kronleuchtersaal versprühen Second-Empire-Opulenz. Die Opéra Bastille liefert den modernen Rahmen. Kirchenkonzerte – vor allem in Sainte-Chapelle, Saint-Sulpice oder der Église de la Madeleine – bieten klassische Musik in stimmungsvollen Räumen zu zugänglichen Preisen. Buchen Sie Tickets frühzeitig, da die Saison rasch ausverkauft ist. Viele Vorstellungen starten gegen 19:00 oder 20:00 Uhr, so bleibt der späte Nachmittag für letzte Marktbesuche oder Museumsstopps frei.
Praktisches für Weihnachten in Paris
Das Dezemberwetter in Paris pendelt zwischen kalt und sehr kalt: Tagsüber liegen die Werte meist bei 2–7 °C (35–45 °F), häufig bedecken Wolken den Himmel, Regen ist möglich, Schnee selten. Setzen Sie auf Schichten – Funktionswäsche, isolierende Pullover, wetterfeste Mäntel, Schal und Handschuhe. Bequeme, wasserdichte Schuhe mit Grip sind Pflicht, denn nasse Bürgersteige werden rutschig und Sie legen täglich mehrere Kilometer zurück. Fällt Ende Dezember oder im Januar doch Schnee, verwandelt sich Paris in ein Wintermärchen, wenn sich Flocken auf Kuppeln und Marktständen sammeln – ein Anblick, der die Kälte wert ist.
Die größten Menschenmengen strömen am letzten Wochenende vor Weihnachten zu Champs-Élysées und Kaufhäusern. Zwischen Weihnachten und Neujahr bleibt es belebt, aber entspannter. Anfang Januar, bevor die Märkte schließen, genießen Sie die ruhigste Stimmung bei weiterhin vollständiger Dekoration. Die meisten Märkte öffnen täglich von Ende November bis Anfang Januar, üblicherweise von 11:00 bis 22:00 Uhr, mit standortabhängigen Abweichungen. Restaurants, Geschäfte und Sehenswürdigkeiten arbeiten rund um den 24. und 25. Dezember mit Sonderzeiten – manche schließen ganz. Planen Sie entsprechend oder nutzen Sie die Chance, Paris in seiner stillsten Form zu erleben.
Beim Budget reicht die Spanne von 3 € für heiße Schokolade bis 50 € für Kunsthandwerk. Der Champs-Élysées-Markt ist teurer, Viertelmärkte bieten oft bessere Preise. Die meisten Stände akzeptieren Karten, dennoch lohnt sich Bargeld für kleine Beträge. Der Besuch der Kaufhausfenster ist gratis und damit ein ideales Low-Budget-Highlight. Kirchenkonzerte reichen von spendenbasiert bis 20–40 € für Tickets in Sainte-Chapelle oder der Opéra Garnier. Museen verlangen ganzjährig reguläre Eintrittspreise, viele sind für EU-Bürger unter 26 sowie alle unter 18 frei. Kalkulieren Sie 50–100 € pro Person und Tag für Mahlzeiten, Snacks und Aktivitäten zusätzlich zu größeren Ausgaben wie Hotels oder Tourbuchungen.
Erleben Sie diese Highlights mit unseren Touren
Eigenständiges Markt-Hopping bietet Freiheit, doch eine geführte Tour liefert Kontext, Insiderwissen und kuratierte Verkostungen, die den Besuch zur kulturellen Immersion machen. One Journeys Paris Christmas Market Experience: Notre-Dame & festliche Schätze konzentriert sich auf den intimen Markt am Square René Viviani und verbindet historische Einordnung mit praktischen Feiertagsaktivitäten.
Die Tour startet an der Statue der Jungfrau von Paris rechts des Portals, wo Ihr Guide die Bedeutung von Notre-Dame für die Pariser Identität und jahrhundertealte Traditionen erklärt. Anschließend umrunden Sie die Kathedrale, um die Fotoausstellung zur Restaurierung zu sehen – eine bewegende Erinnerung an Widerstandskraft und Erneuerung, die besonders in dieser Saison nachhallt. Das Gerüst und die sichtbaren Arbeiten machen das Ausmaß des handwerklichen Könnens greifbar, das für die Wiederherstellung dieses gotischen Meisterwerks nötig ist.
Über den Pont de l'Archevêché blicken Sie auf die beleuchtete Rückseite von Notre-Dame, die sich in der Seine spiegelt – einer der romantischsten Blicke der Stadt. Der Weg führt weiter an den Bouquinistes vorbei, den grünen Bücherständen entlang des Flusses, die seit dem 16. Jahrhundert bestehen und in der Weihnachtszeit liebevoll dekoriert sind. Diese Händler verkörpern Kontinuität und zeigen, dass Traditionen selbst bei wandelnder Stadtkulisse Bestand haben.
Am Square René Viviani schließt die Tour mit einer geführten Verkostung regionaler Spezialitäten: buttriges Gebäck, festlicher Glühwein, handwerkliche Käse. Sie erhalten Tipps, wie Sie echte Handarbeit von Massenware unterscheiden, erfahren Preiserwartungen und lernen die Geschichten der Hersteller kennen. Optionale Fotos mit dem Weihnachtsmann bringen Freude für Familien, während die überschaubare Größe des Marktes echte Gespräche mit Kunsthandwerker ermöglicht.
Die einstündige Tour startet täglich um 16:30 Uhr zwischen 29. November und 25. Dezember – genau dann, wenn die Lichter angehen, aber die größten Menschenmengen noch ausstehen. Die Gebühr von 60 € pro Erwachsenem umfasst Führung, Verkostungen und eine festliche, ortskundige Reiseleitung mit zusätzlichen Empfehlungen. Kleine Gruppen mit maximal 15 Personen sichern persönliche Betreuung und Raum für Fragen. Die Tour findet bei jedem Wetter statt – kleiden Sie sich also warm und packen Sie bei Regenprognose einen Schirm ein. Eine kostenfreie Stornierung bis 48 Stunden vor Beginn sorgt für Flexibilität.
Lohnt sich ein Besuch?
Ja – solange die Erwartungen stimmen. Weihnachten in Paris lebt von der Atmosphäre genauso wie von einzelnen Attraktionen: davon, wie Lichter bekannte Straßen verwandeln, wie Kälte Cafés noch einladender macht und wie gemeinsames Bummeln über Märkte Freude stiftet, selbst wenn Sie nichts kaufen. Es ist nicht das Paris der warmen Terrassen oder langen Museumstage. Wer im Dezember reist, akzeptiert kürzere Tage, möglichen Regen und durchdringende Kälte. Dafür warten winterliche Freuden: dampfende Tassen vin chaud, kuschelige Innenräume und die dramatische Silhouette kahler Bäume vor angestrahlten Monumenten – Eindrücke, die in keiner anderen Saison existieren.
Die Märkte selbst schwanken in Qualität und Authentizität. Der Champs-Élysées-Markt bietet spektakuläre Kulisse und Dimensionen, wirkt jedoch kommerziell – viele Stände verkaufen Serienprodukte, Preise spiegeln die Premiumlage. Kleinere Viertelmärkte wie Square René Viviani setzen stärker auf Handwerk, bieten dafür weniger Auswahl. Die Kaufhausfenster liefern ihren Ruf als Must-see, verlangen jedoch Geduld in dichtem Gedränge. Die Illuminationen verwandeln die Stadt tatsächlich in Korridore aus Licht und machen Abendspaziergänge unvergesslich. Kirchenkonzerte bieten eine wunderschöne Auszeit vom Kommerz und feiern saisonale Musik in historisch wie akustisch eindrucksvollen Räumen.
Weihnachten in Paris eignet sich besonders für Menschen, die die Stadt bereits lieben und vertraute Orte in festlichem Gewand erleben möchten. Auch Romantiker kommen auf ihre Kosten – Paare, die Kälte als Anlass für Kerzenlichtdinner und Spaziergänge sehen. Familien freuen sich über Marktkarussells, Fensterwelten und die Chance, Kindern Paris in seiner Feiertagsversion zu zeigen. Alleinreisende profitieren von der geselligen Stimmung und den vielen Aktivitäten, die dagegengestruktur geben. Weniger ideal ist der Dezember für eine vollständige Erstbegegnung mit Paris: verkürzte Öffnungszeiten, geschlossene Restaurants und Wettergrenzen machen intensives Sightseeing anspruchsvoll. Wer jedoch gezielt für die Feiertage kommt, erlebt eine Stadt, die nur in dieser Jahreszeit so strahlt.
Fragen von Reisenden
Wann öffnen und schließen die Pariser Weihnachtsmärkte?
Die meisten Märkte starten Ende November (etwa zwischen 22. und 29. November) und laufen bis Anfang Januar, häufig bis 2. oder 3. Januar. Der Champs-Élysées- und der Tuileries-Markt decken den gesamten Zeitraum ab. Kleinere Märkte beenden die Saison teilweise schon am 26. Dezember oder schließen am Weihnachtstag selbst. Übliche Öffnungen liegen zwischen 11:00 und 22:00 Uhr, an Wochenenden manchmal länger. Die Champs-Élysées-Illuminationen beginnen Ende November mit einer Zeremonie und leuchten bis Anfang Januar. Hochsaison ist vom ersten Dezemberwochenende bis zum 23. Dezember; zwischen den Feiertagen bleibt die Stimmung erhalten, bei etwas weniger Gedränge.
Welcher Pariser Weihnachtsmarkt ist der beste?
Das hängt von Ihren Prioritäten ab. Der Champs-Élysées-Markt punktet mit Größe, Kulisse und Vielfalt, ist aber auch der vollste und kommerziellste. Der Jardin des Tuileries überzeugt Familien mit Fahrgeschäften, Grande Roue und der Lage zwischen Louvre und Place de la Concorde. Für Handwerksfokus und Intimität bieten Märkte wie Square René Viviani nahe Notre-Dame kuratierte Stände und Verkostungen. Saint-Germain-des-Prés widmet sich regionalen Spezialitäten und spricht Genießer an. Ideal ist eine Mischung: ein großer Markt für Spektakel, ein kleiner für authentische Einkäufe und entspannte Atmosphäre.
Was sollte ich essen und trinken?
Vin chaud ist Pflicht – heißer Rotwein mit Zimt, Nelken und Orange, serviert in Tassen, die Sie oft als Souvenir behalten dürfen. Heiße Schokolade mit Sahne bietet eine alkoholfreie Alternative. Kulinarisch lohnen sich Tartiflette (Kartoffeln mit Speck, Zwiebeln und Reblochon), Raclette, frisch gegrillte Regionalwürste und geröstete Maronen. Crêpes – herzhaft oder süß – gibt es fast überall. Probieren Sie Bergkäse aus Alpen und Jura. Für Süßes eignen sich pain d'épices, bredele aus dem Elsass und eine bûche de Noël aus der nächsten Pâtisserie für den Rückweg.
Ist Paris zu Weihnachten überfüllt?
Weihnachts-Paris ist lebhaft, aber nicht so überlaufen wie im Sommer. Die letzten beiden Wochenenden vor dem 24. Dezember (ca. 14.–23. Dezember) ziehen die größten Mengen an, vor allem auf den Champs-Élysées und in Kaufhäusern. Der Weihnachtstag selbst ist ruhig, weil viele Pariser zu Hause feiern und Geschäfte schließen. Zwischen Weihnachten und Neujahr bleibt es touristisch, jedoch entspannter als davor. Anfang Januar vor Marktschluss ist es am stillsten. Besuchen Sie Märkte am besten dienstags bis donnerstags zwischen 14:00 und 17:00 Uhr, schauen Sie Kaufhausfenster morgens gegen 10:00 Uhr an und erleben Sie Illuminationen wochentagsabends, um den größten Andrang zu umgehen.
Was kann ich außer Märkten noch tun?
Paris bietet zur Weihnachtszeit ein breites Programm jenseits der Märkte. Große Museen wie Louvre, Musée d'Orsay oder Musée Rodin haben regulär geöffnet und wärmen auf. Kirchen veranstalten Kerzenlichtkonzerte, allen voran die Sainte-Chapelle mit ihren Glasfenstern. Palais Garnier und Opéra Bastille zeigen Ballett (inklusive Nussknacker) und Opern. Eisbahnen – etwa vor dem Hôtel de Ville – laden zum Schlittschuhlaufen ein. Seine-Kreuzfahrten fahren ganzjährig, Koch- und Weinworkshops bieten Indoor-Erlebnisse. Katakomben, Panthéon und andere überdachte Sehenswürdigkeiten bleiben offen, während Viertel wie Le Marais, Saint-Germain-des-Prés oder Montmartre zum Dekor-Spaziergang, Boutiquen-Shopping und Cafépausen einladen. Schon das Schlendern durch beleuchtete Straßen ist ein Erlebnis für sich.
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